Interview Maja Storck

Share This Post

Share on facebook
Share on linkedin
Share on whatsapp
Share on twitter
Share on pinterest
Share on telegram
Share on email

Maja Storck (22), die derzeit beim Dresdner SC auf der Position Diagonalangriff spielt, begann ihre Volleyballkarriere im zarten Alter von 9 Jahren beim VBC Münchenstein. Im Alter von 14 Jahren wechselte die 1,83 Meter große Spielerin dann zum A-Liga Verein Sm’Aesch Pfeffingen. Von da an nahm ihre Karriere steil an Fahrt auf. Im Alter von 15 Jahren trainierte sie das erste Mal in der Nationalliga A und im Alter von 16 Jahren gehörte sie dann zum Kader. Gekrönt wurde dieser Erfolg in der Saison 15/16 als Maja zum Youngster of the Year gewählt wurde. Insgesamt 6 Jahre blieb die sympathische Athletin bei SMAP, bevor ihr Weg sie 2018 nach Deutschland führte – zu der Volleyballbundesligamannschaft Ladies in Black Aachen. In der Saison 18/19 und 19/20 spielte Maja dann für die Rheinländerinnen. In der Saison 19/20 war sie sogar Topscorerin in der Bundesliga. In der Saison 20/21 verließ sie die Ladies in Black in Richtung Dresden. Derzeit liegt die 22-jährige Spielerin auf Platz fünf der Topscorerinnen der deutschen Bundesliga. Im Februar 2021 wurde sie mit dem prestigeträchtigen „Volley-1 Award – Best Swiss Player“, dem höchsten Preis, den eine Volleyballerin in der Schweiz gewinnen kann, ausgezeichnet. Alexander Sailer von Buildawave Sportsolutions ließ es sich natürlich nicht nehmen, persönlich zur Preisverleihung zu reisen – selbstverständlich ganz Corona konform. Maja Storck stand noch Alexander Sailer im Interview Rede und Antwort.

Alexander Sailer : Hast Du ganz zu Beginn daran gedacht, dass Deine Karriere derart steil abgeht?

Maja Storck: Ich würde selber das nicht so einschätzen. Ich hatte das Glück, dass mich Timo Lippuner früh in die NLA hochgenommen hat und ich dann mit vielen älteren Spielerinnen (z.B. Laura Tschopp und Kerley Becker) trainieren konnte und so vieles schon lernen konnte. In dieser Zeit habe ich gemerkt, wie sehr ich das Volleyball liebe und das ich es zu meinem Beruf machen möchte. Nach 3 Jahren als Stammspielerin in der NLA war dann für mich der logischer Schritt, ins Ausland zu gehen. Ich bin sehr ehrgeizig und arbeite viel daran besser zu werden und das versuche ich jeden Tag. Das ich jetzt in einem Topklub spielen kann, erfreut mich natürlich sehr und hätte ich mir natürlich, als ich mit Volleyball angefangen habe, nicht erträumen können.

Alexander Sailer:  Warum hast du dich für Volleyball entschieden?

Maja Storck: Ich war lange in einer Mädchen-Riege (eher so eine Art Team-Leichtathletik). Dafür war ich dann leider irgendwann zu alt und dann sind viele meiner Freundinnen ins Volleyball gegangen. Als kleines Mädchen habe ich schon immer ums Leben gerne Beachvolleyball am TV geschaut, deshalb wollte ich dann auch unbedingt ins Volleyball-Training.

Alexander Sailer: Hast du Vorbilder?

Maja Storck: Ich habe viele Spiele von Lonneke Sloetjes (Holländische Diagonalangreiferin) geschaut. Sie hat leider dieses Jahr ihre unglaubliche Karriere beendet. Im Allgemeinen verfolge ich viele Sportarten/Sportler und lass mich von ihren ‚Quotes’ inspirieren/motivieren

Alexander Sailer:  Was vermisst Du an der Schweiz?

Maja Storck: Berge, Käse und Brot! 😉 Und natürlich meine Familie, Freunde und meinen Freund.

Alexander Sailer: Unterschied Bundesliga – NLA

Maja Storck: Zuschauer! Vor-Corona waren bei jedem Team die Hallen voll und sie feuern die Teams lautstark an. Die Distanzen zu den Auswärtsspielen sind deutlich grösser, deshalb reist man meistens einen Tag vor dem Spiel mit dem Bus an und hat am nächsten Morgen ein Training in der Spielhalle. Das Umfeld ist deutlich professioneller (vor allem hier in Dresden). Wir haben 2 Assistenzcoaches, 1 Athletiktrainer, der in jedem Training ein Warmup macht und für jeden Individuell einen Kraftplan zusammenstellt, 1 Physio, der bei jedem Training dabei ist und man täglich Behandlung haben kann und auch diverse Dinge zur Regeneration anbietet.

Alexander Sailer: Verfolgst du die NLA? Was glaubst du, wer gewinnt?

Maja Storck: Natürlich verfolge ich die Meisterschaft. Vor allem die Spiele von NUC, Düdingen und auch SMAP. Rein vom Kader her müsste meiner Meinung nach Smap den Titel holen, aber man hat auch im Cup-Halbfinale gesehen, dass sie nicht unschlagbar sind. Deshalb denke ich, es wird äusserts spannende Playoff-Halbfinale geben und alles wird möglich sein. Ich gönne es natürlich allen meinen Kolleginnen aus der Schweizer Nati.

Alexander Sailer: Wie ist es zu spielen ohne Zuschauer?

Maja Storck: Man gewöhnt sich daran. Es ist natürlich nicht immer gleich leicht. Vor allem wenn wir Spitzenspiele gegen Schwerin oder Stuttgart spielt, vermisst man die Fans sehr. Sie gaben solchen Spielen noch den extra Kick. Ich bin trotzdem sehr dankbar und froh, dass wir überhaupt spielen dürfen.

Alexander Sailer: DSC ist auf dem Weg zum Meistertitel. Was für Ziele hast du noch?

Maja Storck:  Wir würden uns im Moment nicht als Meisterfavorit bezeichnen. Wir sind ein sehr junges Team und haben uns bis jetzt deutlich gesteigert und wir wollen unser Potenzial weiter ausschöpfen. Natürlich wollen wir jedes Spiel gewinnen und dafür werden wir alles geben. Ich persönlich möchte mich auch immer weiterentwickeln und meine Leistung weiter steigern und stabilisieren.

Alexander Sailer: Hast Du einen Ausgleich zum Volleyball?

Maja Storck: Ich studiere an einer Fernuni ‚Ernährungswissenschaften’, ich mag es den Kopf mal auf was anderes als Volleyball zu fokussieren. Ansonsten treffe ich mich gerne mit Teammitglieder auf einen Kaffee oder einen Spaziergang am freien Tag.

Alexander Sailer: Welche drei Charaktereigenschaften beschreiben dich am besten?

Maja Storck: Emotional, ehrgeizig, hilfsbereit.

Alexander Sailer: Herzlichen Dank für das Interview.

|Fotos: Teilweise von Steffen Marquardt|

 

More To Explore

Uncategorized

Interview Maja Storck

Maja Storck (22), die derzeit beim Dresdner SC auf der Position Diagonalangriff spielt, begann ihre Volleyballkarriere im zarten Alter von 9 Jahren beim VBC Münchenstein.